Westweg

Nach der erfolgreichen Drei-Tages-Wanderung auf dem Kandelhöhenweg plante ich ab 2010 den Westweg mit einem Freund zu laufen. Auch hier wollten wir immer drei Tage am Stück laufen und dann wieder einige Zeit pausieren.

Mitte Juni 2010 liefen wir bei mäßigem Wetter von Pforzheim über Dobel, Forbach und Hornisgrinde bis zum Mummelsee, wo wir mit Bus und Bahn wieder heimwärts fuhren. Diese dreitägige Etappe war ein schöner Einstieg in den Westweg, aber unspektakulär, so dass wenig Erinnerungen geblieben sind.

Ende August 2010 starteten wir am Mummelsee zur nächsten Etappe über den Lotharpfad zum Kniebis, wo wir im Hotel Alexanderschanze übernachteten, was heute nicht mehr möglich ist: Das Hotel wurde 2015 vom Land gekauft. Die folgenden zwei Etappen mit insgesamt 33 km bis Hausach liefen wir an einem Tag, weil damals auf dem Harkhof keine Übernachtung möglich war. Ziel der Etappe war dann die Wilhelmshöhe. Dort liefen wir noch zum Bahnhof Triberg, wo wir letztendlich von unseren Familien abgeholt wurden.

Die nächste Tour wanderten wir dann im Juni 2011 wieder mit dem Einstieg Wilhelmshöhe, den wir per Bahn und Bus erreichten. An der Kalten Herberge musste mein Freund allerdings wegen Fußproblemen aufgeben und ich marschierte die beiden nächsten Tage zum Titisee und dann über die Westvariante des Westweges über den Feldberg zum Notschrei allein. Beim Aufstieg zum Feldberg hatte ich übrigens großes Glück, dass mich ein Unwetter nicht erreichte und ich in einer bewirtschafteten Hütte das Ende abwarten konnte. Etwas mulmig war mir dabei schon …

Die letzte Etappe bis Basel starteten wir erst wieder im Juni 2012, wobei mein Freund am Tag davor noch die verpasste Strecke von der Kalten Herberge aus lief und wir dann zusammen in Titisee auf der Ostvariante über Feldberg, Herzogenhorn und Blößling knapp 30 km zum Hochkopfhaus wanderten, eine sehr anstrengende Strecke aufgrund der Länge und der hohen Berggipfel. Auch der kommende Tag bis zur Hohen Flum bei Schopfheim forderte nochmal unsere ganzen Kräfte!

Es war eine tolle Erfahrung, den Westweg (wenn auch in einzelnen Etappen) erwandert zu haben, wobei uns zwar immer wieder breite Holzabfuhrwege störten, aber auch ganze tolle Strecken und Aussichten darüber hinweg trösteten.

Für 2020 haben wir übrigens geplant, den Westweg von Basel aus zu laufen.

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